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9. Klassen besuchen außerschulischen Lernort "Mittelbau-Dora"

MittelbauDora 201930Bericht einer Schülerin der 9. Klasse: Am 12.02.2019 machten wir eine Fahrt mit der ganzen Klasse zu einem ehemaligen Konzentrationslager und zwar zur Gedenkstätte nach "Mittelbau-Dora", in der Nähe von Nordhausen. Als wir dort angekommen sind, bekamen wir zunächst einen Überblick darüber, was wir uns alles anschauen werden und wo es hingeht. Dazu bekamen wir einen Betreuer. Dieser hat uns im Vorfeld auch einige Fragen über unser Vorwissen gestellt. Zu Beginn sind wir zu der wiederaufgebauten Wohnbaracke gegangen. Im Kreis sitzend sprachen wir über den Nationalsozialismus. Wir bekamen Bilder von Menschen, die in diesem KZ waren und ihre Gefangenschaft überlebt haben. Auf der Rückseite konnte man die Biografie der Personen lesen, wie z.B. wie es dazu gekommen war, dass sie in dieses KZ verschleppt worden waren.

MittelbauDora 201941Unser Betreuer hat uns erzählt, dass hier nur Männer waren und was sie alles in diesem KZ machen mussten. Dazu haben wir auch ein Luftbild angeschaut. Nach einer Pause gingen wir raus und besuchten verschiedene Orte. Unter anderem das Krematorium, in dem die verstorbenen Menschen verbrannt wurden. Wir sahen die Öfen, in denen verbrannt wurde und draußen konnten wir sogar noch die Asche unter großen Steinen sehen.

Außerdem haben wir uns den Gedenkstein angeschaut und die Gedenkfiguren. Dennoch erzählte uns der Betreuer, wie die Leute dort mit den Häftlingen umgegangen sind und dass die Häftlinge kaum etwas zu essen bekamen. Wir sahen auch den Bahnhof, von dem aus die Züge direkt zu den Stollen fahren konnten. Nach einer weiteren Pause besuchten wir das Museum und bekamen hier eine kleine Führung. Dokumente, Geschirr und viele andere Dinge sind hier ausgestellt, die aus der Kriegszeit übrig geblieben und erhalten sind. 

Ein Bild im Museum, das umgefallen war, war ein Bild mit zwei Häftlingen, die in diesem KZ arbeiten mussten. Uns hat daran interessiert, wie alt die Menschen waren, die so viel erleiden mussten. Unser Betreuer hat es dann für uns in Erfahrung gebracht. Sie waren 21 und 32 Jahre alt und sahen aus wie 70 Jahre. Im Anschluss an den Museumsbesuch waren wir noch in dem Stollen. Hier sahen wir Teile einer V2 Rakete, die hier gebaut worden war. Dazu wurden uns die verschiedenen Kammern im Stollen gezeigt, in denen die Häftlinge arbeiten mussten und zu jeder Kammer gab es eine Geschichte. Die Kammern waren nicht mehr wie früher, aber wir sahen rostige Überreste von Bomben und Raketen und die Reste, die nach Sprengungen übrig geblieben sind. Im Stollen war es recht kühl, dort sind es immer 8 Grad Celsius und hier mussten auch die Menschen schlafen, die hier arbeiten mussten und nicht jeder hatte ein Bett, sondern sie mussten sich die Betten mit anderen und bis zu 15 Häftlingen teilen.

Der Besuch war sehr informativ und wir können uns nun besser vorstellen, wie die Menschen hier im Nationalsozialismus behandelt wurden und wie es ausgesehen hat.