Nachts im Museum?

Geschrieben von Heike Heinemann-Ludwig am .

Bus GSO Führerschein 2018006Text M. Rupprecht-Null / Fotos S. Malzahn & Ch. Günther

Weitere Fotos siehe Galerie! „Nachts im Museum“! So lautete der Titel eines außergewöhnlichen Schüler- und Familienkonzerts des Göttinger Symphonie Orchesters, das drei Klassen der Bonifatiusschule II am 07.02.2018 in der gut gefüllten Stadthalle besuchten.

In der gleichnamigen Hollywoodkomödie erwachen zu nächtlicher Stunde Tierpräparate und menschliche Wachsfiguren des New Yorker NaturkundeBus GSO Führerschein 2018013museums zum Leben. Im Konzert gelang es dem Göttinger Symphonie Orchester zusammen mit seinem kongenialen Nachtwächter - oh, Verzeihung - KiKA-Moderator Juri Tetzlaff, die „Bilder einer Ausstellung“ des russischen Komponisten Modest Mussorgski (1839-1881) für die anwesenden Hörer lebendig werden zu lassen.

 

Mit seinem Werk für Klavier übertrug Mussorgski Bilder des befreundeten Malers Viktor Hartmann in Musik. Das GSO spielte in seinem Konzert Maurice Ravels farbenreiche Orchesterbearbeitung, die dem Werk Mussorgskis zu größerer Bekanntheit verhalf.

Bevor manBus GSO Führerschein 2018001 im Konzert ein musikalisches Bild als Ganzes hören konnte, boten Moderator, Orchester und Bildprojektionen vielfältige Zugänge zur Geschichte eines jeden Gemäldes. Juri Tetzlaff informierte und moderierte kurzweilig, die Schülerinnen und Schüler folgten ihm aufmerksam. In kurzen Gesprächen erwog er mit ihnen musikalische Gestaltungsmittel, motivierte sie zum Mithüpfen und Stampfen, hinkte als unheimlicher Zwerg über die Bühne und tanzte dezent zum Ballett der Küken.

Die Musiker des GSO brachten mit technisch versiertem und beseeltem Spiel die Geschichten und Stimmungen der Bilder farbenreich zum Ausdruck. Einzelne Musiker stellten den Klang ihrer Instrumente und den Charakter der ihr zugedachten Musik vor:

Ein Saxofon klagt das Leid eines Prinzen in seinem Schloss, eine Tuba in hoher Lage beschreibt einen Bauern auf einem Ochsenkarren. Das Kontrafagott beeindruckte bei einer Länge von ca. 6 m mit seinen tiefen Tönen. Düster waren die orchestralen Klänge der Katakomben, wild erklang der Ritt der bösen Hexe Baba Yaga auf ihrem Kessel voller menschlicher Gebeine, quirlig hell klangen die fiependen und hüpfenden Küken sowie die streitenden Kinder im Pariser Park.

Am Ende jedoch öffnete das Göttinger Symphonie Orchester mit aller Klangpracht „Das große Tor von Kiew“, ließ es in vollem Glanz erstrahlen und erntete begeisterten Applaus.